auf der suche nach semmis artgenossen

lepard is too clever – so sagte man mir bei meinem ersten afrika aufenthalt bereits. in botswana 2013 wollte dies unser damaliger taxifahrer noch weiter bestaetigen indem er eine kurze erklaerung dazu ablieferte: when you stay in front of a lion, you can climb up the tree; when a elephant will catch you, sham dead; when a snake is hunting you, swimm away; when a lepard is on your trace, have fun with your last slug of whiskey. lepard climbs better and swimms faster than you, further he has a better sense of smell. so viel dazu. jedenfalls war es mir bisher verwaehrt geblieben, dieses herrliche tier in freier natur zu erleben.

der ort mit garantie zum zungenbrecher

hier in sri lanka soll laut offiziellen zahlen die hoechste dichte frei lebender leoparden weltweit vorkommen. mit diesen voraussetzungen ging es dann auch voller erwartung in die heutige safari. war sind mittlerweile im sueden angekommen. der ort mit dem klingenden zungenbrechernamen „tissamaharama“ wird uns die kommenden drei tage beherbergen.

auf in die safari

wie immer sehr frueh morgens startete das spektakel, 4.15 laeutete der wecker, kurz die zaehne geputzt und ab zum caffeetrinken in den gemeinschaftsraum. um punkt 5.00h war dann startzeit. es war warm, fast schwuel. was wir zu dieser uhrzeit nicht zu erkennen vermochten, es zog ein wetter auf. die offenen gelaendewaegen und unsere leichte kleidung somit nicht unbedingt ideal fuer diesen ausritt. aber gut, damit muss man leben. ungefaehr eine halbe stunde spaeter erreichten wir bereits das eingangstor zum yala-national-park. mittlerweile war auch klar, es regnet. ui das wird feucht und kuehl.

die spannung steigt

zuerst begegneten uns jede menge voegel und pfauenarten, manche buhlten um die gunst der weibchen, raeder wurden geschlagen, vom gesang ganz zu schweigen. so manches weibliche tier wurde sogar von mehreren seiten umgarnt – erinnert irgendwie an das wahre leben 😉 .
weiter ging es mit wasserbueffeln, krokodilen, reharten und so manchem fluggefieder. irgendwie – so dachte ich mir – ist hier wenig los. war ich doch von afrika viel mehr tierwelt gewohnt. vor allem elefanten fehlten mir hier. bis zum schluss haben wir aber auch nur einen, verdeckt im gebuesch, beim fressen gesehen. so fuhren wir brav weiter – ich hielt immer ausschau nach den majestaetischen artgenossen der kleinen semmi, stets in der hoffnung ich koennte mehr sehen als der fahrer (denkste). zwischenzeitlich machten wir halt zum fruehstueck, wo wir uns auch gleich die beine vertraten und die interessante bekanntschaft mit dem leguan am baum machten. dieser war jedoch nicht weiter interessiert, zeigte also keine regung.

lepard

nach kurzer zeit trommelte unser fahrer alle in windeseile zusammen. voller aufregung stammelte er ein paar erklaerende worte, weshalb wir jetzt weiterziehen wuerden und weshalb es von nun an etwas ruppiger zugehen wuerde. sein „good friend“ haette wohl eine katze gesichtet. also rein in den jeep und ab die post. ruppig war teilweise schon untertrieben, so manches schlagloch wurde blindlinks uebersehen 🙂
auf einmal – stopp – da steht er, der lepard. unbeeindruckt stolziert er an unserem wagen vorbei, fast demonstrativ reibt er seinen kopf am felsen, ehe er der strasse folgt und wieder im gebuesch verschwindet. mittlerweile tummelten sich an die 10 – 15 jeeps an derselben stelle, sodass vor oder zurueck kaum moeglich war. der unterschied zu den anderen war, dass wir das tier gesehen hatten, die andern aber nicht. weiterhin gelassen schlendert das tier vorbei zwischen den waegen und erklimmt zum ausspannen den naechsten baum in reichweite. gerade so, als wuerde er sich zur schau stellen wollen, ohne aber aufdringlich zu wirken. nachdem es dem tier doch allmaehlich langweilig wurde und wieder im gruen veschwand, war da noch das problem mit dem ausparken zu loesen – dies dauerte ein bisschen.

das beste kommt zum schluss

abschliessend ging es dann noch an die kueste um von dort aus direkt wieder zur unterkunft zu fahren. wir waren um die mittagszeit also wieder am heimweg als wie aus dem nichts noch einmal ein weiterer leopard unsere wege kreuzte. dieser duerfte auf einem auge erblindet gewesen sein – zumindest konnte man am linken auge keine pupille erkennen, auch sonst schien dieses auge farblich nicht mit dem des rechten einherzugehen. was fuer ein zufall – zwei leoparden an einem tag, fantastisch. wenn der morgige aehnlich verlaeuft, dann sehen wir vielleicht viele schoene wasserschildkroeten.

 

1 Kommentar
  1. Eli Ullrich sagte:

    Bin sprachlos und voller Neid!!!!!! Es sei dir vergönnt! Mein Traum einen freilebenden Leoparden zu sehen, hat sich für dich erfüllt! Congratulations!
    lg

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