der fruehe vogel faengt den wurm

voller elan und schwung in den tag. die wieder gewonnenen kraefte helfen zum frohen munter sein und gespanntem warten auf den tag. dieser hier schon recht frueh beginnt … so richtig kann ich es nicht einschaetzen wann das pfeifkonzert hier losgeht, in jedem fall holten mich die geschoepfe des waldes heute schon sehr frueh morgens aus dem bett. Michi war da noch etwas standhafter und blieb eiskalt bis 8h liegen – wir hatten fuer diese zeit das fruehstuecken angekuendigt. nun gut, ich machte mich derweil auf den weg, waehrend sich mein kumpel das zahnfleisch massierte.

kandy kennenlernen

gleich um 9h ging es dann auch schon los, die citytour mit unserem einheimischen tuk-tuk fahrer. er war mittlerweile schon ein treuer begleiter von uns geworden, erwies sich stets zuvorkommend, puenktlich und fair. so wollten wir uns auch von ihm zu den sehenswuerdigkeiten der stadt chauffieren lassen.

die buddhastatue

auf einem huegel, der von so ziemlich jedem punkt in der stadt aus zu sehen ist, trohnt eine riesige, 28 meter hohe buddhastatue. seit 1993 ueberblickt und wacht dieses denkmal eines heimischen kuenstlers die talebene. imposant, wenn man daruntersteht, jedoch noch viel eindrucksvoller ist der ausblick, der einem von dort oben geboten wird. bei klarem himmel, viel sonne und angenehmen temperaturen auch ein leichtes unser touriherz in wallung zu bringen.

die kunst des handwerks

der naechste abstecher galt den heimischen handwerkern und innen, zuerst waren die patik-kuenstlerinnen die in muehevoller handarbeit seide oder baumwollstoffe bemalten, teile in wachs traenkten, einfaerbten … (alles nochmal von vorne, und nochmal, und nochmal …) bis dann am ende des ewigen prozesses ein bunt bemalter, in leuchtenden farben strahlender stoff zur weiterverarbeitung fuer hose, hemd, bluse, teppich, tischtuch oder wanddekoration herauskam. wir durften erfahren, dass manche stoffe zwei wochen und mehr dieses prozedere ueber sich ergehen liessen mussten. was dabei herauskommt kann sich in jedem fall sehen lassen, die geschmaecker scheiden sich nur an den aufgemalten motiven. und so verliessen wir dieses gewerbe wieder ohne einen stoff in der hand.

unmittelbar anschliessend werkten die holzschnitzer. diese verarbeiten saemtliche einheimischen baumarten, die uns selbstverstaendlich auch zum kauf angeboten wurden. darunter auch ebenholz, dessen einfuhr unter strafe steht – also keine gute idee. dennoch eine tolle erfahrung zu sehen was die jungs alles in aufwaendiger und zeitraubender manufaktur herzustellen im stande sind. kuhgrosse elefanten waren da keine seltenheit …

tea time

sri lanka ist bekannt fuer seine teeplantagen und wo es solche gibt, muessen sich wohl auch weiterverarbeitende betriebe ansiedeln. also ab zur teefabrik. ein langer weg, weit ausserhalb von kandy bescherte uns stau und unliebsamen abgasgestank von fahrzeugen ohne abgasnorm – wofuer auch … nach dem kleinen tuk-tuk-ritt angekommen, erreichte die nase ein gleich viel wohligeres empfinden. die im inneren der fabrik war es sauber, aber dunkel und trueb. uns wurden von a bis z alle verfahren erklaert, die teesorten gezeigt und letztenendes durften wir auch einen kosten 🙂 sehr gut war er, der tee.

next stop – herbal garden, wissen vom leben

der letzte stopp ehe wir uns wieder auf den heimweg begaben, war der kaeutergarten der ayurveda medizin. diese erfreut sich gerade in sei lanka, indien und nepal besoderer beliebtheit. interessant was wir da alles lernen durften. die verschiedenen mixturen und kompositionen von kraut, pflanze und frucht kann so einiges bewirken, im menschlichen koerper. oder wie wir, am menschlichen koerper. stets betont wurde die 100% natuerliche zusammensetzung der mittel. so auch die demonstrierte enthaarungscreme, die nach achtfacher anwendung den haarwuchs gaenzlich stoppen soll. klingt verlockend – zumindest fuer manche koerperstellen, fuer andere wieder weniger. in jedem fall, die erste anwendung hat wirkung gezeigt. nach zehn minuten einwirkphase liessen sich die haare am inneren unterarm leicht abwaschen. dann noch mit rosenwasser abtupfen, fertig.
auch die angebotene massage zur anregung von geist und koerper tat gut. wenn auch die reibeisen (haende) des masseurs nicht immer so sanft ueber die haut glitten, wie man sich das vorstellen moechte. dennoch war es angenehm.

tanzbein schwingen

nach einem kurzen zwischenhalt zu hause, einer ausgiebigen dusche und etwas ruhe wollten wir dann noch die kandy-taenze sehen. in einem grossen theatersaal wurden diese dargebracht. traditionelle trommelklopfer und taenzer wie innen boten eine unterhaltsame und kurzweilige vorstellung, ohne spektakulaere einlagen – eine grundsolide einheit, moechte ich meinen :-).

plan fuer morgen

ab nach hatton – dort ist der beste ausgangspunkt zum adam’s peak. mal sehen was uns bis dorthin alles noch passiert. vielleicht treffen wir ja meinen neuen einheimischen freund vom zug wieder – mit ihm bin ich seither recht rege im kontakt 🙂 internet sei dank *gg*