die ersten gehversuche

nachdem meine beine heute erstmals wieder mein gewicht selbstaendig tragen wollten und mein zwischenzeitlich bester freund, die teoilette, wieder mit Michi gewechselt wurde, konnten wir uns endlich auf erkundungstour nach kandy aufmachen. die stadt mit ca. 150.000 einwohnern gilt als dreh und angelpunkt im zentrum sri lankas. insgesamt auc sehr qurilig die gesamte situation auf den strassen, fuer meinen noch nicht 100% regenerierten koerper eine kleine heruasforderung. der extreme laerm von tuk-tuk, lkws, autos und das staendige gehupe war heute wohl noch etwas zu viel. nachdem wir uns per fussmarsch rin richtung lake kandy gemacht hatten war es dort richtig entspannend am ufer vorbeizuflanieren.

lake kandy

1801 wurde dieser see kuenstlich angelegt, geschuldet der wanderlust des damaligen herrschers Vikrama Rajasinha. er wollte saemtliche wege zu fuss bewaeltigen, ebenso jenen zwischen tempel und palast. so kam ihm die gloreiche idee einen damm aufschuetten zu lassen, damit er die koeniglichen reisfelder mit trockenen fuessen queren konnte. bald staute sich dann so viel wasser, dass ein kleiner see entstand. diser wurde dann 1810 nochmals erweitert.

zahntempel (dalada maligawa)

direkt neben dem lake kandy schliesst der zahntempel an. die tempelanlage verdankt seinen namen dem umstand, dass dort im schrein ein rechter backenzahn buddhas aufbewahrt wird. diese reliquie ist auch gleichzeitig eine der herausragenden heiligtuemer des landes. vergleichbar mit mekka der buddhisten. heute ist die situation weit wenig entspannter als noch vor wenigen jahren. 1998 wurde von den „tamil tigers“ ein attentat unmittelbar vor dem platz des zahntempels veruebt. ein blutbad war die folge, nicht zuletzt auch hohe sicherheitsvorkehrungen wonach heute jeder gescreent wird, der hinein moechte. wir werden uns den zahn heute noch ansehen – aber erst gegen 18.30h. zu diesem zeitpunkt soll auch die legenaere puja ceremony stattfindet.

land und leute

bisher konnten wir wirklich nur ausgesprochen freundliche und hilfsbereite menschen kennenlernen. insgesamt bietet sich hier auch ein sehr sauberes bild. kein muell liegt auf den strassen, nur ab und an erreicht die nase der bissige geruch verwesenden fleisches und bettler snd hier kaum oder gar nicht zu sehen. liegt vermutlich am relativ hohen wohlstand und einer arbeitslosenrate von unter 5%. auch die analphabetenrate soll weit unter 12% liegen. die briten sollen zu ihrer kolonialszeit ein ausgezeichnetes bildungssystem hinterlassen haben von dem man heute noch profitiert. das volk scheint auch recht emanzipiert, vaeter die die kinde von der schule abholen, frauen die autofahren und kinder – junge wie maedel – die zur schule gehen. um die mittagszeit ein buntes bild, wenn die kleinen in ihren unterschiedlichen schuluniformen den heimweg antreten …

die zeit im tempel – zeitsprung

nach eine kurzen auszeit zu hause im bettchen ging es dann um 18.00h in richtung zahntempel. zwischenzeitlich hat es dann auch wieder zu regnen begonnen. nicht sehr angenehm, zumal wir natuerlich keinen regenschirm mit dabei hatten. so ging es dann zu fuss mit hektischen schritten zur tempelanlage. dort durften wir uns erstmal vom fusskleid entledigen, der heilige ort darf ja nicht mit solch irdischen erfindungen wie schuhen in beruehrung kommen. also auf ins nass! der tempel selbst bietet wenig spektakulaeres, einige interessante malereien an den decken ansonsten aber unscheinbar. viel interessanter ist die geruchskulisse, in die man beim betreten eintaucht. ringsum ueberall raeucherstaebchen, feuerstellen und dergleichen. fast unmoeglich zu identifizieren nach was es riecht. gleich zu anfang wurde wir dann auch schon von den vier musikanten der puja ceremony begruesst. ein permanent-trommler, einer der die trompete blaest und zwei unmotivierte kollegen die im gleichschritt immer wieder auf ihre trommel einschlugen. kein musikalischer hochgenuss, aber wenn es buddha gefaellt ist auch gut. weiter nun zum legendaeren schrein mit dem zahn. wir folgten der schlange und den menschenmassen die sich mit lotusblueten bestueckt auch in diese richtung begaben. nachdem wir uns 20 minuten die beine in den bauch gestanden haben, gib es los. in windeseilevorbeigeschlaeusst, durften wir auch einen kurzen blick auf die aufbewahrungsbox des backenzahns erhaschen. danach waren noch die restlichen drei ecken des tempels am programm ehe wir diesen wieder verliessen und zum inder starteten. nachdem der versuch heute mittag feste nahrung aufzunehmen kaeglich gescheitert war, wollte ich es abends nochmals mit einer indischen tomatensuppe und chapati versuchen. dies funktionierte dann auch schon viel besser. wenn ich auch jetzt wieder nicht alles geschafft habe. tut mir ja im herzen weh, essen zurueckzuschicken. vor allem wenn es schmeckt …