die loser am loser

weniger verlierer, viel mehr gewinner waren wir nach einem spannenden aufstieg am loser nähe altaussee. aber das wortspiel konnte ich mir nicht verkneifen 🙂
die wettersituation im dachsteingebirge war nicht allzu vielversprechend. ergo trat mal wieder plan b in kraft: der loser im ausseer land. 

müde augen und ein noch viel mehr müder körper lag am samstag morgen quer übers bett… die musik schallte aus der anlage, die augen öffneten sich nur äußerst widerwillig. und dennoch, der zustand des nichtstuns mag zwar in mancherlei hinsicht interssant und verlockend erscheinen, er war jedoch keine alternative für den samstag. also aufstehen, schwarzes lebenselexier trinken und den rucksack vorbereiten. klettergurt, sicherungsgerät und eine kleinigkeit zum essen. das sollte reichen.

fast pünktlich (7.30) um 7.50 holte mich Stefan ab. motiviert und voller tatendrang klang aus seinem mund der plan, was wir heute alles vor hätten. zuerst den … und dann noch den anderen … klettersteig. da ich zuvor nur mit Peter alles fixierte und da zum einen die rede von 7.30 als vereinbarte startzeit sowie ein klettersteig war, dachte ich >> das ist wohl ein scherz << 🙂 .
als dann auch Peter zu uns stieß, konnte die situation aufgelöst werden. er meinte aufgrund der wettersitutation wäre es nicht nennenswert, dass wir zwei machen wollten. vorher wird es ohnehin zum regnen anfangen. und zur startzeit hatte er sich verhört… *gg*

wie dem auch sei – wir waren angekommen. leicht blitzte immer wieder die sonne durch den wolkenverhangenen himmel. nebelschwaden zogen am berg vorbei, umhüllten diesen teilweise. ein mystisches bild. vorbei am mächtigen lawinenverbau ging es erstmal steil bergauf. leichtes geröll erschwerten den zustieg zum einstieg. zwischendrin ein proteinreicher kollege in grün. ein grashüpfer… auf dieser höhe wohl eher eine rarität. kurz vor dem einstieg in den 450m langen klettersteig „sisi“ (zu ehren der kaiserin), zeigte sich uns ein ernüchterndes bild. wie im karavanenzug schlängelte sich eine heerschar tschechischer alpinisten hinauf. so war erst mal warten angesagt. ein raucher würde sagen „iaz rachmo amol oane“, frei von druck und stress. aber eben sind wir keine raucher. so gafften wir nur den berg hinauf und mokierten uns über diese seilschaft, die der lage offenbar nicht ganz gewachsen war. immer wieder stieg der frontmann zu seiner partnerin ab um sie zu unterstützen (man könnte auch böswillig sagen, um sie hochzuziehen).

sowie die bahn dann endlich frei war, konnten wir uns in die wand reinhängen. traum. der stein – kalt, das seil – noch kälter. schnell aber waren wir warmgelaufen. senkrecht empor leitete uns das stahldrahtseil. anspruchsvoll, die routenführung. sehr interessant wäre auch die eingeschlagene kletterroute. aber das sparen wir uns für ein anderes mal auf.
als uns das gipfelkreuz entgegenlachte zog noch mehr der nebel auf. sonne kam keine mehr durch. das versprochene panorama blieb somit aus – also doch loser am loser 🙂