hoch hinaus

spontan die koffer gepackt, rein ins auto und rauf auf die autobahn – in den stau versteht sich. am vergangenen langen wochenende kam diese glorreiche idee, die tage fernab der heimat zu verbringen, nicht nur dem Peter und mir… dennoch sollte dieses kurze start-stop intermezzo unsere laune nicht weiter trüben. voller freude auf in ein entspanntes kletterwochenende auf der halbinsel istrien in koratien. hotel war gebucht, nun mussten wir nur mehr ankommen. nach den kleinen startschwierigkeiten ging es aber recht zügig voran, gut ausgebaute straßen und wider erwarten wenig verkehr taten das ihrige dazu, dass wir gegen 21 uhr die unterkunft erreichten.

etwas müde von der fahrt ließen wir uns treiben, weit kamen wir aber nicht. der hunger war zu groß. wir sollten uns also um eine adäquate futterstelle bemühen. diese war schnell gefunden – die erstbeste pizzeria die noch platz für uns zwei vagabunden hatte, wollten wir mit unserer anwesenheit beehren. essen war soweit ganz gut. abschließend noch einen kühlen drink am strand, dann aber ab ins bett. wollten wir doch am nächsten tag gleich die felsen im vela draga naturschutzgebiet unsicher machen.

warme sonnenstrahlen küssten uns wach. der geist war wieder mal stärker als das fleisch – der körper wollte eindeutig noch ein wenig liegen bleiben… aber nichts da, auf in einen sonnigen tag. frühstücken am üppigen buffet und ausreichend vorrat anessen, dass wir auch ohne großes mittagessen auskommen, war die devise. sollte aber kein problem sein 🙂 danach ging es nur noch schnell zum supermarkt wasser kaufen – wir wollten ja schließlich nicht verdursten – ehe wir danach weiter über die küstenstraße ins landesinnere zum ausgangspunkt fuhren. so richtig wohin wussten wir beide nicht, wir vertrauten aber den koordinaten, die wir vorher aus einem internetblog herauslesen konnten. das navi wir uns schon hinbringen – so unser guter glaube.

grünes paradies

wir durften recht behalten. nahezu problemlos fanden wir den beschriebenen parkplatz als ausgangspunkt. von dort aus ging es nur mehr zu fuß weiter durchs dickicht und gebüsch. gute 15 minuten später erreichten wir einen aussichtspunkt der unsere herzen höher schlagen ließ. traumhafte kulisse. kletterwände ohne ende inmitten eines natürlichen paradieses.
nicht lange herumgeschaut, brachen wir gleich auf die erste route im felsen zu besteigen. einen massiven, alleinstehenden felsenzahn wollten wir bezwingen. zugegeben, anfangs nicht ohne skepsis, doch nach und nach konnten wir uns gut nach oben vorarbeiten. machte richtig spass und ein bisschen nervenkitzel darf ja schließlich auch nicht fehlen. einige weitere routen sollten noch folgen, bis uns die erschöpfung wieder zurück an den strand getrieben hat. ein bisschen planschen und die sonne genießen. gute zwei stunden nahmen wir uns dafür zeit – also ausreichend um wieder abzuspannen und gelassen zum abendessen zu schreiten.

zweiter tag, selbes spiel

der zweite tag war fast eine kopie des ersten – mit dem einzigen unterschied, dass wir andere routen erklommen sind. aber sonst im großen und ganzen sehr ähnlich. am samstag traten wir dann wieder die heimreise an – war eigentlich schade, man hätte es ruhig noch ein bisschen aushalten können so wild in der natur 🙂