hohe luft

der vorteil, wenn man in einem großen konzern einer beschäftigung nachgehen darf – die mitarbeiterprogramme. ist doch auch der arbeitgeber stets daran interessiert die eigenen leute bei laune zu halten, out-of-the-box-thinking zu fördern, abteilungsdenken zu unterbinden und zwischenmenschliche beziehungen zu ermöglichen. der nachteil – man hat kaum die zeit dem spass ausserhalb der arbeitszeit auch regelmäßig nachzugehen. trotzdem konnte ich mir nach der anstrengenden woche samt dienstreise und allem was dazugehört, die entsprechende zeit nehmen und das magna mylife programm in anspruch nehmen.

das ziel – hoher dachstein

quartalsweise erscheint ein breitgefächertes programm, indem sich für mehr oder weniger jedermann etwas finden ließe. die teilnehmerzahl ist doch meist beschränkt. so kommt es auch, dass ich letztens für die tour auf den großglockner keinen platz mehr ergattern konnte. dieses mal auf den dachstein rauf, war ich aber schnell genug bei der anmeldung. fein dachte ich – ein super wochenausklang. freitagmorgen rein ins auto und ab in die ramsau. Florian, dem ich als beifahrer gesellschaft leisten durfte, holte mich zur frühen stunde (6.30h) ab. an der talstation angekommen, trafen wir auf den haus-und-hof bergführer der magna – Paul Sodamin und Igor, unser dritter mann im bunde der mitarbeiter. nicht lange gefackelt, ging es mit der bahn auch schon richtung bergstation.

ein weites feld, das hochplateau

ein majestätisches panorama erwartete uns direkt nach dem gondelausstieg. dunkle wolkenbündel zur linken, rechts mit enormer kraft, das helle licht der wärmenden sonnenstrahlen. ringsum die weisse pracht mit tiefen furchen und eine leichte brieße. der anspruchsvolle ausflug über den schulteranstieg bis hin zum hohen dachstein konnte also beginnen. eine halbe stunde wanderweg bis zum ausgangspunkt waren wir noch entfernt. vorbei an den unscheinbaren gletscherspalten erreichten wir bald den einstieg zum klettersteig.

knips, knips …

alles abgesichert durfte ich als erster unserer truppe in die wand. Paul, der auch leidenschaftlicher fotograf ist, wollte uns nochmal so richtig in pose bringen. so war nicht klettern angesagt, sondern erst mal fotoshooting. ich ließ mich davon aber nicht länger beirren und startete das abenteuer. ein glück, dass ich mir kletterhandschuhe besorgt habe. das wäre sonst ein frisches unterfangen geworden. sich zeitweilig auf dem kalten stahlseil hochhangeln hätte wohl nichts anderes als erfohrene finger zur konsequenz gehabt. senkrecht hinauf, gewannen wir bald an höhe. noch besser nun der ausblick in die ferne. da liegen einem obersterreich und die steiermark zu füßen. ein schönes gefühl. …und ein ausgezeichnetes ausflugsziel für den winter mit den tourenskiern.

berg heil

bald lachte uns auch schon der gipfel entgegen. an diesem traumfreitag hatten sich nur sehr wenige bergfexe auf den dachstein verirrt. dies kam uns natürlich sehr zugute. kein stau, wenig gegenverkehr. so schafften wir es in relativ kurzer zeit nach oben. dort war es dann aber auch aus mit der gemütlichkeit. streckenweise peitschte uns ein ordentliches lüftchen entgegen. ganz so als wäre genosse blasius die letzten tage seiner arbeit nicht nachgegangen und müsste dies nun nachholen. trotzdem ließen wir es uns nicht nehmen, den körper mit einer kleinen jause zu stärken und das auge mit dem steilen ausblick zu erfreuen.

dem aufstieg folgt der abstieg

schnell wieder runter. der körper kühlt schon langsam aus. und meine finger… die handschuhe waren wohl super zum greifen und klettern, aber zum wärmen sind sie einfach nicht gemacht. und da ich an meinen fingern und zehen ohnehin empfindlich bin, wird es mit langem warten nicht besser. bewegung, dann wird es besser. der weg zurück zeigte sich ähnlich problemlos, wie der aufstieg. erst ganz zum schluss trafen wir auf einen bergkameraden mittleren alters. er schien ein wenig panisch und leicht überfordert mit den letzten metern die senkrecht bergab verliefen. seine partnerin behielt aber die nerven beisammen und brachte ihn sicher ins ziel, wie auch wir.