skurrile körperkunst im mumok

„Ludwig Goes Pop“ war der Vorwand unter dem ich mich gestern im Wiener MuMoK-Museum eingefunden habe. Gesehen habe dann aber auch den Wiener Aktionismus der 60er Jahre, während diesem Künstler einen besonderen Blick auf ihren Körper, das Leiden und ihre Sexualität geworfen haben.

Skurrile Vorstellung von Nahkörpererfahrungen

Es war alles dabei, angefangen von kunstvoll dargebotenen Bildern, Zeichnungen oder Fotografien, bis hin zu aktiv herbeigeführten Leidensmomenten die auf bewegtem Bild festgehalten wurden. Teilweise wurden Tiere, oder besser Tierkadaver, mit in die Szenen eingebunden. Dabei wurde die Würde selbiger Lebewesen fast schon verhöhnt. Meine persönliche Ekelgrenze war bald erreicht. Erreicht auch deshalb, weil es für mein Verständnis von Kunst wenig mit dem gemein hat, was sich viele andere und auch ich uns darunter vorstellen. Möglicherweise reicht meine Vorstellungskraft nicht aus, auch solche Momente der Selbstverstümmelung, Situationen des öffentlichen Auslebens von Sexualität und / oder Verherrlichung des Sadismus, als Kunstform wahrzunehmen. Vielleicht aber bin ich einfach nur ignorant.

So bleibt der einzige Gedanke der solches Tun und Handeln in meiner geistigen Welt dennoch rechtfertigen lässt: „Der Zeit ihre Kunst, der Kunst ihre Freiheit