vom „golden valley of tea“ in die „stadt des lichts“

Heute komme ich zur Ehre als Gastautor diesen blog schreiben zu dürfen und hoffe ich kann das bisherige Niveau halten. Viel Spass beim Lesen!

Nachdem Manuel und ich uns von unserem Trip auf den Adam’s Peak kurz erholt hatten, traf um die Mittagszeit wieder Derik, der Tuk-Tuk – Fahrer unseres Vertrauens, ein. Er hatte uns angeboten uns an das nächste Ziel unserer Reise zu bringen- Nuwara Eliya, ihreszeichen die höchstgelegene Stadt Sri Lankas. Auf sich in die Höhe schlängelnden Strassen durch ausgedehnte Teeplantagen fahrend näherten wir uns dem Ziel, zusätzlich angekündigt durch eine zunehmende Kühle, wie es auf 1800 m aber auch nicht anders zu erwarten war. Nach 1,5 h kamen wir in Nuwara Eliya (zu deutsch: Stadt des Lichts) an. Derik brachte uns zu einem Hotel, dessen Besitzer ein guter Freund von ihm ist. Der versprochene Discount fiel dann zwar nicht so üppig aus, aber die Lage nahe des Stadtzentrums und ein akzeptabler Preis bewog uns schliesslich doch zu bleiben.

Nuwara Eliya wurde von den Briten Mitte des 19. Jahrhunderts gegründet und typisch britische Dinge prägen auch das Stadtbild. Es gibt u. a. eine Pferderennbahn, einen Golfplatz und den Victoria Park, einen botanischen Garten. Und auch das Wetter ist britisch- kaum ein Tag vergeht ohne mehrmaligem Regenguss- da fühlten sich die Briten wohl wie in „good old England“. Heute ist Nuwara Eliya nicht nur bei ausländischen Touristen, sondern auch bei der Oberschicht von Sri Lanka sehr beliebt, da man so auf angenehme Art und Weise der Hitze entfliehen kann.

Da wir weder einen Golfschläger zu schwingen wissen, noch einer ausgeprägten Wettleidenschaft frönen, beschlossen wir den Victoria Park zu besuchen. Auf 12 ha gibt es dort Pflanzen aus aller Herren Länder. Leider stehen derzeit wenige in Blüte, sodass man den Park in seiner vollen Pracht nur erahnen kann. Nach kurzer Zeit gesellte sich Toni, einer der Gärtner des Parks, zu uns. Voller Stolz zeigte er uns „seinen“ Park mit vielen interessanten Fakten zu Blumen, Sträuchern und Bäumen, die er auch alle auf Deutsch benennen konnte. In seiner Ausbildung musste er sämtliche Pflanzen in 10 (!) verschiedenen Sprachen erlernen. Hernach machten wir noch einen kleinen Stadtrundgang und liessen den Abend gemütlich ausklingen. Morgen erwartet uns nämlich das Ende der Welt …